Frequently Asked Questions

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen

Allgemein

Warum symmetrische Eingang-Signale Vorteile haben

Im Gegensatz zu unsymmetrischen Signalen werden symmetrische Signale über 2 Leitungen geführt (zuzüglich der Masseleitung). Ein symmetrisches Signal wird erzeugt, indem das ursprüngliche Signal im “sendenden“ Gerät invertiert (um 180° phasenverschoben) wird. Auf der einen Leitung liegt also das Signal (a), auf der anderen das Signal (-a). Im “empfangenden“ Gerät wird das symmetrische Signal auf einen Differenzverstärker geleitet. Dieser bildet die Differenz aus (a) – (-a) = 2a.

Auf dem Weg zwischen den Geräten können Störsignale (s) das Signal beeinträchtigen. Diese Störsignale sind gleichphasig und gelangen natürlich ebenfalls zum Differenzverstärker. Dieser bildet die Differenz aus den Störsignalen (s) – (s) = 0. Im Idealfall werden also alle Störungen auf der Leitung eliminiert.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum getrennte Signalwege wichtig sind

Die gebräuchlichste Bauform des Operationsverstärkers ist der Doppel-OPV. Es sind also 2 OPVs in einem Gehäuse. Wenn in solch einem OPV das linke und das rechte Signal gemeinsam verarbeitet werden, sind Störungen der Signale untereinander nicht auszuschliessen. Die Störungen sind zwar nur sehr kleiner Natur, wenn sich aber  konstruktiv die Möglichkeit ergibt dies zu vermeiden, sollte es getan werden.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum Operationsverstärker ideal für Kleinsignale sind

Gern werden in High-End Geräten diskrete (mit Transistoren aufgebaute) Operationsverstärker auch für die Vorstufen eingesetzt. Dies wird als Optimierung vermarktet, der teilweise exorbitante Mehraufwand muss vom Kunden bezahlt werden.

Ein Operationsverstärker (OPV) besteht aber ebenfalls aus Transistoren. Die Bauform des OPV bietet darüber hinaus unter Anderem den Vorteil der thermischen Kopplung der einzelnen internen Komponenten. Auch spielen Alterungsprozesse eine wesentlich geringere Rolle.

Durch die Vielzahl der angebotenen OPV-Typen kann für jeden Einsatzzweck der optimale OPV gefunden werden.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum es sinnvoll ist, den Frequenzgang zu begrenzen

Töne sind elektrische Wechselspannungen. Hören kann man diese als junger Mensch von ca. 20 Hz bis 20000 Hz. Je älter der Mensch, desto weniger hört er vor allen Dingen die hohen Frequenzen.

Um diese Frequenzen möglichst gut zu übertragen muss der Frequenzgang eines Verstärkers möglichst breit und möglichst glatt sein. Nach unten ist diese Grenze durch die Gleichspannung gesetzt, tiefer geht es nicht. Nach oben kann sich die Grenze grundsätzlich in (fast) jeder beliebigen Höhe befinden, jedoch wird das Gerät dadurch auch empfindlich für elektromagnetische Einstrahlungen. Die hört man zwar erstmal nicht, sie mischen sich aber mit den Nutzfrequenzen und dann können sie hörbar werden. Ein beliebig offener Frequenzgang zeugt also nicht unbedingt von bemerkenswerter Ingenieursleistung sondern eher von Verantwortungslosigkeit.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum ein gutes Lautstärkepoti wichtig ist

Ein Lautstärkepoti ist ein mechanisches Stellglied, das es im Weltmarkt beliebig günstig gibt. Zwar wird es inzwischen oft durch elektronische Schaltungen ersetzt, die haben jedoch bezüglich Dynamik, Rauschen und Verzerrungen deutliche Nachteile. 

Widerstandsbahnen aus Leitplastik, hochwertige “Multitap“-Schleifer und getrennte Kammern für die einzelnen Sektionen sind für hochwertige Anwendungen wünschenswert. Um einen problemlosen Betrieb über Jahre sicher zu stellen, ist eine hohe Qualität unabdingbar.

Da der Markt für richtig gute Potis klein ist, haben Hersteller wie Noble oder Panasonic nichts mehr im Angebot. Deshalb ist mit die Spitze des Machbaren das RK27 Poti von Alps, was auch gern in Violectric KHVs verwendet wird.

Zuletzt aktualisiert am 2015-04-09 von Admin.

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Verschiedene Arten der Lautstärkeregelung

Zur Regelung der Lautstärke ist ein Spannungsteiler nötig, der nur bestimmte Anteile des Pegels einer Vorstufe zur Endstufe eines Geräte durchlässt.
Die einfachste Variante dieses Spannungsteilers ist ein Potentiometer oder auch kurz Poti.


Das Poti

Ein Poti zur Lautstärkeregelung kann man sich als einen „nackten“ Widerstand vorstellen.

Dieser ist mit der einen Seite an das Signal der Quelle angeschlossen, die andere Seite liegt an Masse. Auf der Oberfläche dieses Widerstands kann ein mechanischer Schleifer bewegt werden.

Ist er näher an der Seite der Quelle ist das Signal lauter, ist er näher an der Masse-Seite ist das Signal leiser. Liegt der Schleifer direkt auf Masse, ist das Signal „weg“.

Es ist unschwer vorstellbar, das solch ein mechanisches Stellglied mit mehr oder weniger grossem Aufwand hergestellt werden kann.
Die Widerstandsbahnen können aus besserer oder schlechterer Kohle oder Leitplastik sein, die Schleifer aus einfachem oder besonderem Material und speziell geformt.
Für Stereoanwendungen ergeben sich weitere Komplikationen denn die Widerstandsbahnen müssen für Links und Rechts möglichst gleich sein (schwierig) und sich am besten räumlich getrennt in unterschiedlichen Kammern befinden.
Um einen problemlosen Betrieb über Jahre sicherzustellen sollten die Oberflächen der Widerstandsbahnen möglichst hart und glatt sein und die Schleifer wenigstens an den Kontaktflächen aus besonderem Material wie Silber oder Gold.
Das Poti ist mit speziellem Fett gefüllt. Alterung und Materialabrieb lassen ein Poti früher oder später kratzen weil der Schleifer nicht mehr akkurat auf der Widerstandsbahn sitzt. Wer jetzt meint, dem Poti mit Kontaktspray was Gutes zu tun liegt restlos falsch. Durch das Spray wird das Fett aufgelöst, das Poti kratzt zwar Anfangs nicht mehr, nach kurzer Zeit aber umso schlimmer.

Die Anforderungen an die Mechanik sind ebenfalls hoch. Die Achsen sollten nicht wackeln, ein „sattes“ Drehgefühl ist genauso erstrebenswert wie ein identisches Drehmoment bei Geräten mit mehreren Potis.
Durch mechanische Massnahmen innerhalb des Potis können Rasterungen realisiert werden um eine (Re-)Positionierung zu erleichtern:
- für die Lautstärke wird gern eine 31- oder 41-fach Rasterung genommen,

- ein Balance-Poti hat oft eine Mittelrast,
- für die Klangregelung empfehlen sich 13-fach Raster.
Diese Rasterungen haben nicht mit den Stufen eines Stufenschalter zu tun !
Sie dienen lediglich einer besseren Positionierbarkeit und vermitteln ein gewisses Präzisionsgefühl.

Prinzipbedingt stellt das Poti für die Quelle eine recht konstante und hohe Impedanz dar, für das nächste Gerät jedoch eine höchst variable. Um Störeinflüsse auszuschliessen sollte diese Impedanz jedoch ebenfalls klein sein. Das lässt sich nur mit zusätzlichem elektronischem Aufwand bewerkstelligen, am besten durch einen Pufferverstärker.

Obiges ist eine Grund dafür, das passive Stellglieder im Signalweg meist mehr Probleme bereiten als lösen !


Potis gibt es im Weltmarkt (fast) beliebig günstig – für ein paar Cent, oder auch exorbitant teuer – für einige hundert Euro wie das Alps RK50.

Da der Markt für richtig gute Potis klein ist, haben Hersteller wie Noble oder Panasonic nichts mehr im Angebot. Deshalb ist das RK27 Poti von Alps das Mittel der Wahl wenn es um vernünftige Qualität zu einem akzeptablen Preis geht.

Potis können recht einfach „automatisiert“ werden, indem man über ein Getriebe einen Motor anbaut.

Eine Rutschkupplung sorgt dafür, das vorn per Hand gedreht werden kann während hinten der Motor läuft.

Da Potis oft teuer sind und früher oder später anfällig werden wird schon lange über einen Ersatz nachgedacht:

 

Der Stufenschalter

Ein Stufenschalter kann recht gut als Poti-Ersatz dienen.
Hier gibt es keine Widerstandsbahn sondern einen durch je zwei Widerstände pro Schaltstufe gebildeten Spannungsteiler.
Die Vorteile sind ein sehr guter Kanalgleichlauf, bei guter Qualität der Kontakte und einer nachhaltigen Konstruktion ist der Schalter langlebiger als ein Poti
Die Nachteile sind allerdings auch beträchtlich. Durch die begrenzte Anzahl der Stufen (12 oder 24) ist solch ein Stufenschalter nur bedingt zur Regelung der Lautstärke geeignet. Er ist auch teuer, speziell die 24-stufige Variante, aufwändig in der Herstellung, nicht automatisierbar.

 

Der elektronische Schalter

Ein elektronischer Schalter ist ein Element das von einem „recht hochohmigen“ Widerstand zu einem „recht niederohmigen“ Widerstand umgeschaltet werden kann.

Die ersten Varianten dieser elektronischen Schalter hatten das Problem des „recht niederohmigen“ Zustands. Dieser war nämlich nicht wirklich niederohmig und variierte auch stark. Ausserdem ist der „Schalter“ ein Feldeffekt-Transistor der leider für nicht unwesentliche zusätzliche Verzerrungen verantwortlich sein kann.

Unter gewissen schaltungstechnischen Voraussetzungen können elektronische Schalter als Relais-Ersatz zum Beispiel zur Eingangsumschaltung verwendet werden. Auch gibt es inzwischen elektronische Schalter die enger tolerierte „ON“-Widerstände haben. Elektronische Schalter sind jedoch nur bedingt als Poti-Ersatz verwendbar.
Das Ergebnis ist - abgesehen davon das solch ein Schalter sicher nicht kratzt – meist nicht sehr Hi-Fidel, wegen der ins bodenlose gefallenen Preise jedoch eine günstige Alternative. Ein Vorteil ist auch die sehr einfache Automatisierbarkeit.

 

Der VCA

Der VCA ist ausgeschrieben ein „Voltage Controlled Attenuator“, also ein „spannungsgesteuerter Abschwächer“. Bekannt aus frühen Analog-Rechnern und dort auch Vier-Quadranten-Multiplizierer genannt, wurde er in den frühen 80er Jahren für die Audiotechnik weiterentwickelt.
Er produziert im dämpfenden Zustand nicht zeitgemässe Verzerrungen und ist deshalb für Hi-Fi untauglich. Diese Schaltkreise sind sehr empfindlich (6mV pro dB) und damit für Stereo nur bedingt zu gebrauchen. Auch ist er nur mit recht viel Aufwand automatisierbar.

 

Monolithische integrierte Schaltkreise

Einen frühen Ansatz verfolgte Anfang der 80er Jahre Philips mit den Bausteinen TCA730 und TCA 740. Dies waren Chips die mit einfachen linearen Potis für zwei Kanäle die Lautstärke, Balance, Höhen und Tiefen regeln konnten. Ich denke das die Idee dahinter der Einsatz billigster Potis und reduzierte Verdrahtung war. Die ICs hatten schon in den 80ern ihren Ruf als „Rausch- und Klirrgeneratoren“ weg. Für Hi-Fi absolut ungeeignet.

 

Der DCA

Der Fortschritt in der Chiptechnologie brachte seit Ende der 90er den DCA, er ist ausgeschrieben ein „Digital Controlled Attenuator“, also ein „digital steuerbarer Abschwächer“. Wobei der Abschwächer selbst analog ist, das Setzen der internen „Schalter“ digital über Datenworte erfolgt.
Intern ist ein DCA eine intelligente Kombination aus vielen elektronischen Schaltern, Präzisionswiderständen und Pufferverstärkern.
Eines der ersten Exemplare war wohl der CS3310 von Cirrus Logic. Dieser und nachfolgende Bausteine sind zweikanalig und verfügen meist über 256 Stufen zu je 0,5 dB. Ein Schalten im Nulldurchgang der Welle ist vorgesehen und überhaupt ist die ganze Angelegenheit schon recht Hi-fidel was die Linearität, zusätzliches Rauschen und Klirren angeht. Eine Automatisierung ist sehr einfach durchführbar. Ein Nachteil des CS3310 ist, das er nur mit 5 V zu betreiben ist, die Aussteuerungsfähigkeit also eingeschränkt ist. Dies ist bei seinen diversen Derivaten teilweise verbessert worden. Der CS3310 und seine Kollegen werden oft und gern eingesetzt, sind meines Erachtens von Hi-End aber noch ein ordentliches Stück entfernt

 

Der relaisgesteuerte Abschwächer (RCA)

Der „Relay controlled Attenuator“, also der „relaisgesteuerte Abschwächer“ vereint die Vorzüge aller obiger Arten und vermeidet deren spezifische Nachteile.
Durch die Relais werden Widerstandskombinationen geschaltet, ähnlich dem Stufenschalter, jedoch mit deutlich mehr Stufen – ausserdem ist die Angelegenheit automatisierbar / fernbedienbar.

Wir bei Violectric haben uns für eine 128-stufige Variante entschieden.
Die Schrittweite ist 0,75 dB, sodass ein Regelumfang von 96 dB entsteht.

Eine 256 stufige Variante mit einer Schrittweite zwischen 0,3 und 0,5 dB wäre natürlich auch möglich – jedoch sehen wir hier keinen wirklichen Vorteil.

Natürlich sind keine 128 Relais pro Kanal beteiligt sondern es ergeben sich aus 27 durch 7 Relais pro Kanal 128 Kombinationen.

Die Vorteile:
- kein Kratzen weil keine Widerstandsbahn vorhanden ist

- bestes Kanalgleichheit durch den Einsatz von 1% und 0,1 % Widerständen

- beste Übersprechdämpfung weil die Kanäle räumlich getrennt werden können

- Regelbereich theoretisch gösser als bei einem Potentiometer
- Multikanalbetrieb sehr einfach realisierbar
- keine Gefahr von zusätzlichem Klirr oder Rauschen da nur Festwiderstände im Signalweg sind

- die absolut beste Möglichkeit, die Lautstärke zu regeln


Natürlich gibt es auch Nachteile
- es ist (leider) auch die technisch aufwendigste und damit teuerste Lösung

- mechanische Geräusche während der Einstellung
- teilweise leichte Tonstörungen und knacksen während der Einstellung

 

Die (Fern-) Steuerung der Lautstärke

Wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind, wird gern ferngesteuert.
Die erfolgt meist über eine Fernbedienung mit Infrarot Sender, diese hat Tasten.
Eine optische Rückmeldung hat man im Allgemeinen auf der Fernsteuerung nicht.
Wenn ein Motorpoti im zu steuernden Gerät vorhanden ist, ergibt sich die optische Rückmeldung durch einen Blick zum Gerät.
Einfacher und deutlich billiger ist die Verwendung von Drehgebern (Incrementals) oder auch Up-Down Tastern am Gerät. Jetzt sollte allerdings durch geeignete Massnahmen der aktuelle Stellwert angezeigt werden. Dies kann durch einen LED-Kranz rund um den Drehgeber erfolgen, durch ein 2-3 stellige 7-Segment Anzeige oder durch ein Alpha-numerisches Display.

Das kann man mögen – wir tun es nicht, halten uns vom plakativen Bunten und Blinkenden lieber fern.

Unser Ansatz bei der relaisgesteuerten Lautstärke ist wieder der exklusive, teure.

Wir verwenden ein Motorpoti.
Dies kann ferngesteuert oder auch von Hand bedient werden. Auf jeden Fall ist die optische Rückmeldung über die Stellung des Knopfes gewährleistet.
Durch dieses Motorpoti wird eine aus einer Referenz abgeleitete Steuerspannung gebildet.
Diese Steuerspannung wird über einen A/D Wandler in ein digitales Datenwort umgewandelt. Das Datenwort wird mit einer gespeicherten Wertetabelle verglichen, mit dem Ergebnis dieses Prozesses werden die Relais auf den richtigen Wert eingestellt. 
Klingt kompliziert – ist es auch, aber das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand !        

 

Zuletzt aktualisiert am 2015-04-09 von Admin.

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Digital Analog Wandler

Über die digitale Lautstärkeregelung ...

Die grundsätzlichen Vorteile der Lautstärkeregelung in der digitalen Ebene liegen auf der Hand:
Kein Kratzen, keine Kanalungleichheiten, kein Übersprechen.
Die digitale Lautstärkeregelung kann per Up-Down Tastern erledigt werden, mit Drehgebern (Incrementals) oder mit einem richtigen Standard-Poti. Das bracht nicht einmal teuer zu sein.
In diesem Fall benutzt man ein Poti mit linearer Widerstandskurve, weil die Regelung im Wandler dB-linear erfolgt.
Da dies das Drehgefühl - wie man es vom Analogen gewohnt ist - noch nicht richtig wiedergibt, kann die Kurve des Potis mit ein paar zusätzlichen Widerständen noch ein wenig "gebogen" werden um zum perfekten Drehgefühl zu kommen.
Durch das Poti wird eine simple Gleichspannung geregelt, die lediglich gut stabilisiert sein muss.
Der erzeugte Stellwert wird durch einen A/D Wandler ins digitale übersetzt und auf den D/A Wandler geführt. Hier wird das digitale Signal VOR der Wandlung beeinflusst.

Wer jetzt der Meinung ist, das hier Bits abgeschnitten werden und damit die Präzision der Wandlung beeinträchtigt wird, liegt richtig!
Jedoch:
ein 24 Bit Signal repräsentiert einen Dynamikumfang von 144 dB, ein 32 Bit Signal sogar eine Dynamikumfang von 192 dB. Beides ist deutlich mehr als die analoge Welt um uns herum bieten kann.
Eine Schallplatte ist spätestens bei 60 dB am Ende, ein Tonbandgerät ohne Rauschunterdrückung schafft auch nicht mehr. Menschen, die professionelle Tonaufnahmen machen wissen, das mehr als 60 dB Dynamik mit einem Mikrofon unter Realbedingungen nicht möglich sind - obwohl die Mikrofonhersteller 130 dB Dynamik und mehr für sich reklamieren. Stimmt, aber wer nimmt schon eine Grille neben einem startenden Jet auf ...
Auch bei der Wiedergabe im heimischen Wohnzimmer dürften sich bei Dynamiksprüngen von 20-30 dB die Nachbarn unfreundlich zu Wort melden. Die leisen Signale hingegen verlieren sich gern in Geräuschen im und ums Haus.
Heutige Popmusik ist maximal Laut abgemischt, eine Dynamik über 3 dB wird schon als Wettbewerbseinschränkung empfunden.
Es sollte auch beachtet werden, das die Verzerrungen + Rauschen (THD+N) im Signal nicht kleiner sein können als die Dynamik.
Es ist nicht möglich, einen THD+N von -100 dB zu haben (0,001%) bei einer Dynamik von 90 dB.
Es ist aber möglich, einen THD+N von -110 dB zu haben (0,0003%) bei einer Dynamik von 120 dB.

Die neue Wandlergeneration von Violectric verfügt über 32 Bit Technik. Spätestens jetzt muss niemand mehr befürchten, das selbst bei geringsten Lautstärken etwas vom Ausgangssignal verloren geht.

Das CD Format bietet 16 Bit was eine Dynamik von 96 dB repärentiert, der Klirr kann dabei nicht kleiner sein als 0,0016 %. Ein 24 Bit Signal bietet eine Dynamik von 144 dB mit einem theoretischen minimalen Klirr von 0,00001 % - nicht möglich im richtigen Leben ! Für ein 32 Bit Signal berechnet sich die theoretische maximale Dynymik sogar auf 192 dB.
Die besten heute verfügbaren A/D Wandler bieten eine Dynamik von 120 dB mit einem minimalen THD von -110 dB. Die Grenze des physikalisch Machbaren ist hier nicht mehr weit. Es gibt es haufenweise Verluste während Aufnahme, Abmischen, Editieren ... sodas eine CD mit 16 Bit als Wiedergabemedium vollkommen ausreichend ist.
Viel mehr ist sinnvoll nicht darstellbar.
Die digitale Lautstärkereduzierung wird vereinfacht dadurch erzielt, das oben Nullen eingefügt werden und das restliche Datenwort nach unten verschoben wird. Eine Lautstärkereduzierung um 6 dB ist eine komplette Null im obersten Bit.
Ein CD Signal mit 16 Bit wird nicht nur in Violectric- oder Lake People Wandlern auf 24 Bit oder 32 Bit ergänzt. Damit stehen 8 Bit x 6 dB = 48 dB respektive 16 x 6 dB = 96 dB Lautstärkereduzierung zur Verfügung, ohne das das Originalsignal überhaupt angetastet wird.
Dies ist ein Faktor 1:200 (1:65.000) - was hört man wohl, wenn man die Lautstärke im Wohnzimmer auf 5 Promille reduziert?
Vom den oben beschriebenen praktischen Einschränkungen bei der Aufnahme lernen wir, das maximal 20 "sinnvolle" Bits vorhanden sind, der Rest ist im Wahrsten Sinne Rauschen ! Selbst bei einem solchen Signal kann die Lautstärke bei einem 24 Bit Wandler noch um 4 Bit x 6 dB = 24 dB = Faktor 1:35 reduziert werden, bei einem 32 Bit Wandler um 12 Bit x 6 dB = 72 dB = Faktor 1:4.000 - ohne das irgendetwas Relevantes in den tatsächlich aktiven Bits berührt wird. 

Damit ist die digitale Lautstärkeregelung das Beste, was einem Signal zustossen kann - ausser, nicht geregelt zu werden.

Natürlich sollten immer Vorkehrungen getroffen werden, das Signal in den analogen Ausgangstufen des Wandlers optimal an das nachfolgende Equipment anzupassen.
Es macht einfach keine Sinn, im D/A Wandler analoge Pegel zu erzeugen die viel zu hoch für die folgenden Stufen sind - weil nur so die tollen technischen Daten erzielt werden können.
Auch hier hilft Nachdenken deutlich weiter. Durch geeignete Schaltungstechnik sind in den Violectric Wandlern die Pegel optimal und vor allen Dingen immer niederohmig an das folgende Equipment anpassbar.

Zuletzt aktualisiert am 2015-08-07 von Admin.

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Was ist Resampling ...

Das Resampling ist eine mächtige Funktion, um verjitterte Signale in hochwertige Signale zurückzu(ver)wandeln und um den Klang von Quellen mit 44.1 oder 48 kHz aufzuwerten, indem man sie auf eine höhere Bitrate transferiert. Das gilt besonders für den USB Eingang, dessen Qualität oft unter den suboptimalen Ausgängen von Computern leidet. Durch den Resampling Prozess wird jeglicher Jitter praktisch vollständig eliminiert. So ist kein “asynchron USB“ nötig, welches eventuell die nächsten Probleme mit sich bringen würde.

Das alles ist kein grosses Geheimnis sondern wird durch sogenannte Sample-Rate Konverter ermöglicht, die seit Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts verfügbar sind.
Während Anfangs ein Sample-Rate Konverter lediglich mit einer Dynamik von knapp 100 dB und nur mit einem Taktraten-Verhältnis 1:2 bis 2:1 arbeiten konnte, sind heute Taktraten-Verhältnisse 1:16 bis 16:1 mit einer Dynamik und Klirrdämpfung über 140 dB machbar. Ein Sample-Rate Konverter bzw. der Resampling Prozess wird deshalb sicher nicht die Qualität des Ausgangs-Signals angreifen !!
Im Prinzip wird der digitale Datenstrom in einem nur zu diesem Zweck bestimmten DSP taktneutral (asynchron) zerlegt und mit einer (fast) beliebigen Sample-Rate rekombiniert. Dies geschieht - anders als im Computer, der sich speziell mit ungeradzahligen Konversionen reichlich mühen muss - in Echtzeit. Die Qualität steht und fällt dabei lediglich mit dem Taktgenerator, der den Prozess anschiebt.

Durch obige Prozesse verschwindet jeglicher eventuell vorhandener Jitter praktisch vollständig, weiter können durch die höhere Sample-Rate die analogen Filter nach dem Wandler deutlich entspannter und “musikalischer“ ausgelegt werden. Auch werden alle Eingangsdaten auf 24 Bit Wortlänge ergänzt, was für die digitale Lautstärkeregelung Vorteile bringt.

Das sich die Qualität des ursprünglichen Signals dabei verbessert ist hingegen ausgeschlossen.
"Verbesserungen" im Klang sind lediglich auf auf die veränderten Rahmenbedingungen ("musikalischere" Filter durch höhere Sample Rate/Jitter Eliminierung) zurückzuführen. 

Zuletzt aktualisiert am 2015-04-09 von Admin.

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Über den analogen Ausgangspegel ...

Anders als in der analogen Welt gibt es in der digitalen Welt einen ganz klar definierten maximalen Pegel, der als 0 dBFs bezeichnet wird. Dabei steht dBFs für deziBel Full scale. Von diesem maximalen Wert wird mit negativem Vorzeichen heruntergerechnet. Positive Werte gibt es nicht !
Die “Übersetzung“ des digitalen Pegels in einen analogen Pegel erfolgt durch den D/A Wandler und ist äusserst variabel, wobei sich verschiedene Normen herausgebildet haben.
In Deutschlands professionellen Kreisen (Rundfunk / Fernsehen) wird 0 dBFs digitaler Pegel zu +15 dBu analogem Pegel.
In anderen Ländern ist es - natürlich - oft anders …
Nun entsprechen +15 dBu ca. 4.5 Veff Pegel, was für viele Audiogeräte schon zuviel sein könnte, da hier im Mittel mit 1 – 2 Volt zu erwarten sind.
Auch macht es keinen Sinn, einen D/A Wandler an seinen analogen Ausgängen aus vollen Rohren feuern zu lassen.
Bei einigen Geräten kommen (nicht oder nur ungünstig einstellbar) Pegel über +20 dB (ca. 10 Veff) raus, was manches folgende Equipment deutlich überfordert.
Deshalb kann bei D/A Wandlern von Lake People und Violectric grundsätzlich der maximale Ausgangspegel angepasst werden. Dies erfolgt oft über Spindeltrimmer, die allerdings eine präzise Messtechnik voraussetzen. Bei unseren Geräten für den privaten Gebrauch gibt es deshalb Dip-Schalter oder Jumper über die voreingestellte Werte eingestellt werden können. So ist über die DIP-Schalter im Inneren des DAC V800 der MAXIMALE Ausgangspegel (bei voll aufgedrehten Poti) in folgenden Stufen wählbar: +24 / +18 / +15 / +12 / +6 dBu, wobei +15 dBu ab Werk voreingestellt sind.

Obige Werte gelten für die symmetrischen Ausgänge, wenn unsymmetrische Ausgänge vorhanden sind, ist der Pegel dort meist 6 oder mehr dB niedriger. So stellen sich im DAC V800 jeweils 9 dB niedrigere Werte ein, also: +15 / +9 / +6 / +3 / -3 dB.

Natürlich erfolgen bei unseren Geräte alle Einstellungen aktiv, sodass die (niedrigen) Ausgangsimpedanzen nicht beeinflusst werden. Durch die aktive Anpassung des maximalen analogen Ausgangspegels an die tatsächlichen Bedürfnisse werden die technischen Daten – wenn überhaupt – nur gering beeinflusst ! 

Weiter ist der analoge Ausgangspegel oft über ein Poti auf der Front einstellbar.
Das Poti regelt je nach Gerät das analoge oder digitale Signal.
Wenn in der digitalen Ebene geregelt wird sind Kratzen, Übersprechen oder Gleichlauffehler nicht zu erwarten.

Da über die digitale Reduzierung des Pegels die Länge des digitalen Wortes und damit die Präzision beschnitten wird, sollte sich das Poti bei der maximalen gewünschten Lautstärke möglichst weit am rechten Anschlag befinden.

Zuletzt aktualisiert am 2015-04-09 von Admin.

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Kopfhörerverstärker

Warum es sinnvoll ist bei einem Kopfhörerverstärker einen so hohen Aufwand zu betreiben

Ein Kopfhörerverstärker ist ein Gerät zum Konditionieren eines Audiosignals mit dem Zweck, es auf die speziellen Besonderheiten eines Kopfhörers anzupassen.
Das klingt in ersten Augenblick nicht sonderlich sensationell und kann auch mit wenig Aufwand erledigt werden. Es zeigt sich aber (wie bei fast allen Dingen) das der Teufel im Detail steckt und ein gewisser Aufwand nötig ist, um möglichst einen Verstärker für alle Kopfhörer zu haben.
Der Kopfhörer per Se ist sehr variabel. Hier gibt es 2 Kenngrössen:
Impedanz und Empfindlichkeit.
Generell kann man sagen, das Kopfhörer mit hoher Impedanz unempfindlicher sind als Kopfhörer mit niedriger Impedanz, die sind im Allgemeinen empfindlicher. Das stimmt zwar nicht immer – aber meistens. Die Empfindlichkeit von Kopfhörern wird meist in dB (Schalldruck) pro mW angegeben.
Die Extreme sind hier der AKG K1000 mit 74dB/mW einerseits und der Sennheiser HD 25 mit 108 dB/mW andererseits.

Es braucht somit über 2500 mal mehr Leistung um den K1000 auf gleichen Schalldruck wie den HD 25 zu bringen.
Erschwerend kommt hinzu, das Kopfhörer mit hoher Impedanz meist auch viel Spannung brauchen um wirklich laut zu sein – man braucht also Verstärker die mit hoher Betriebsspannung arbeiten.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum PRE-GAIN sinnvoll ist

Dazu zwei extreme Beispiele, die fixe Grösse dabei ist ein Violectric KHV mit einer Verstärkung
von 8 dB (2,5 Fach) bei voll aufgedrehtem Poti.

1. Beispiel:
Der (Vor-) Verstärker liefert eine Spannung von 4 Volt, der Kopfhörer braucht aber nur 2 Volt um 100 dB Schalldruck zu erzeugen.
Bei aufgedrehtem Poti würde der KHV bei 8 dB Verstärkung 10 Volt Spannung liefern, man dürfte also den Lautstärkeregler nur vorsichtig bedienen um keinen Hörschaden davon zu tragen. Weiter sollten laute Störgeräusche am Eingang des V200 vermieden werden, weil er die gnadenlos verstärken kann. Durch PRE-GAIN kann man den Eingangspegel um 12 dB (1/4) vermindern, aus 4 Volt Eingangspegel wird 1 Volt. Dieses Volt verstärkt der V200 wieder 2,5-fach, es werden also 2,5 Volt daraus und man kann jetzt das Lautstärkepoti fast voll aufdrehen.
2. Beispiel:
Der (Vor-) Verstärker liefert eine Spannung von 1 Volt, der Kopfhörer braucht aber 20 Volt um 100 dB Schalldruck zu erzeugen.
Bei aufgedrehtem Poti würde der KHV bei 8 dB Verstärkung 2,5 Volt Spannung liefern – viel zuwenig für den Kopfhörer. Durch PRE-GAIN kann man den Eingangspegel um 12 dB (4-fach) erhöhen, aus 1 Volt Eingangspegel werden 4 Volt. Diese verstärkt der G100 wieder 2,5-fach, es werden also 10 Volt daraus. Das ist zwar immer noch nicht genug aber deutlich näher dran, der Kopfhörer bringt jetzt 94 dB Schalldruck.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum ein aktiver Durchschliff sinnvoll ist

Jedes elektronische Gerät hat einen Eingangwiderstand und eine Eingangskapazität. Wenn mehrere Geräte passiv aneinander gekopppelt würden (z. b. über Y-Adapter), könnten über die sich mischenden Eingangsparameter der einzelnen Geräte Störungen und Instabilitäten auftreten. Ein Pufferverstärker macht ein Signal zur Weiterverwendung elektronisch verträglich indem er es “auffrischt“ und niederohmig wieder zur Verfügung stellt.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum eine hohe Betriebsspannung wichtig ist

Ein Kopfhörer braucht zwar nicht viel Leistung, aus P = U2 / R ergibt sich jedoch, das bei gegebenem (Last-) Widerstand die Spannung quadratisch in die Leistung eingeht.
Je hochohmiger ein Kopfhörer ist, desto mehr Spannung braucht er also.
Dies hat nur bedingt mit der absolut erzielbaren Lautstärke zu tun:
Musik lebt von schnellen Transienten, die hohe Anforderungen an die Übertragungstechnik stellen.
Und so kann ein schneller Impuls einen gewöhnlichen +/- 15 Volt Verstärker leicht an sein Limit bringen.
Durch die hohe Betriebsspannung der Violectric KHVs gewinnen Sie deutlich mehr Aussteuerungsfähigkeit.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum ein niedriger Innenwiderstand = hoher Dämpfungsfaktor wichtig ist

Jedes elektrodynamische System erzeugt nach einer Wirkung eine Rückwirkung. Wenn die Schwingspule eines Kopfhörers durch den Verstärker ausgelenkt wird, entsteht ein (Fehl)-Strom, wenn sie wieder in ihre Ausgangslage zurück fällt.

Dieser Strom muss so gut wie möglich unterdrückt werden und das gelingt am Besten wenn die Ausgangsimpedanz des Verstärkers so niedrig wie möglich ist. Dann ist nämlich seine Stromaufnahmefähigkeit so hoch wie möglich. Der Dämpfungsfaktor beschreibt nichts anderes als das Verhältnis des Ausgangswiderstandes eines Verstärkers zu einer gegebenen Last.

Da technische Vorschriften fehlen, definieret Violectric die Last (Impedanz der Schwingspule) mit 50 Ohm. Daraus ergibt sich die Ausgangsimpedanz des V200 zu < 0,06 Ohm.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum Verstärker mit symmetrischen Ausgängen Vorteile haben

Beim üblichen (unsymmetrischen) Anschluss von Kopfhörern mit Klinkensteckern wird die Restenergie über das GEMEINSAME Massekabel auf die Gerätemasse zurück geleitet, die selbst auch einen Widerstand hat. Hierdurch wird die Masse, die eigentlich ruhen sollte weil sie der Bezugspunkt ist, mit den Resten von L+R „verseucht“.
Dieses Übersprechen zwischen den Kanäle ist Mess- und Hörbar !
Im symmetrischen Betrieb wird jede Schwingspule des Kopfhörers durch zwei Verstärker angetrieben, die um 1800 versetzt im „Push-Pull“ Betrieb arbeiten. Während der eine „drückt“, „zieht“ der andere. Dadurch wird nicht nur eine doppelt so hohe Ausgangsspannung und damit  eine wesentlich höhere Lautstärke realisiert, auch ist die Masse jetzt frei von jeglichen Störeinflüssen. 

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Symmetrische Signale - symmetrische Kopfhörerverstärker

Verschiedene Arten und Zwecke von Symmetrien

Da wäre zuerst einmal die symmetrische Leitungsführung.
Diese wird gemacht mit dem Ziel, maximale Störunempfindlichkeit auf einer NF- Signalleitung zu erreichen.
Wer mal bei der Bundeswehr gewesen ist, kennt vielleicht das Feldtelefon und die „Bongos“ mit ihren Kabeltrommeln auf dem Rücken.
Beim Feldtelefon handelt es sich um ein Telefon in rudimentärer Form ohne jedwede Elektronik. Ein Feldtelefon wird mit einem anderen durch eine simple verseilte zweiadrige Leitung verbunden.
Diese kann durchaus einige Kilometer lang sein und die Verständigung klappt trotzdem. Das ist angewandte symmetrische Leitungsführung !
Die einfachste und mit die präziseste Art der Symmetrierung erfolgt übrigens durch Transformatoren – die sind leider teuer und haben Probleme mit hohen Frequenzen !
In einem elektronischen Symmetrierer wird zu einem vorhandenen unsymmetrischen Signal (a) ein invertiertes, um 1800  gedrehtes Signal (-a) gebildet. Die beiden Signale werden über eine zweiadrige verdrillte Leitung geschickt, die nicht einmal abgeschirmt sein muss. Auf dem Weg zum Empfänger können Störeinflüsse (s) auf beide Signale einwirken. Im „Empfänger“ gelangt das Signal auf einen Differenzierer.
Wie der Name schon sagt, subtrahiert er ein Signal von anderen: a - (-a) = 2a. Mit den Störeinflüssen macht er genau dasselbe: s-s = 0.
Im idealisierten Ergebnis erhalte ich im „Empfänger“  doppelte Signalstärke ohne Störeinflüsse. In der Wirklichkeit klappt das natürlich nicht 100 %ig. Je mehr Aufwand getrieben wird, desto besser ist aber das Ergebnis.

Während also eine symmetrische NF-Leitung in erster Linie dazu dient, eine weitgehend störungsfreie Signalübertragung zu gewährleisten, stehen bei einem symmetrischen Verstärker andere Dinge im Vordergrund.

Symmetrische Verstärker sind grundsätzlich nichts Neues sondern schon lange
bekannt z. B. im Autoradio, wo diese Technik gern hergenommen wurde (und wird)  um bei begrenzter Spannung (12 V) 4-fache Leistung zu erzeugen.
Diese Schaltungstechnik wird gern auch Vollbrückenverstärker,
Push-Pull-Verstärker oder BTL (bridge terminated load) genannt. Gern wird sie im Besonderen in der Röhrentechnik auch mit Transformatoren ausgeführt mit dem weiteren Zweck der Impedanzwandlung.

Beim symmetrischen Kopfhörerverstärker geht es im Kern aber nicht um die Maximierung der Ausgangsamplitude, da gibt Geräte unter anderem im Violectric Programm, die davon mehr als genug haben – auch an hochohmigen Kopfhörern.

Was macht also einen symmetrischen Kopfhörerverstärker erstrebenswert ?
Ein „normaler“ Verstärker hat „Masse“ als seinen Bezugspunkt.
Die Amplitude des Nutzsignals schwingt möglichst gleich um diesen Bezugspunkt
(sonst redet man von DC-Offset) und wird nur von der positiven und negativen
Betriebsspannung begrenzt.
Über die Last (die Schwingspulen des Kopfhörers) wird diese Spannung über eine gemeinsame Leitung auf den Masseanschluss der Kopfhörerbuchse ins Gerät zurück geführt und von da aus zum Fusspunkt des Netztrafos geleitet, dem eigentlichen Bezugspunkt oder Massepunkt.
Da die Leitungen vom Kopfhörer und eventuell die im Gerät, ebenso wie die Massefläche im Gerät aber nicht unendlich niederohmig sind, sonder selbst auch einen Widerstand haben und damit eine Last sind über die Spannung abfällt, wird der Bezugspunkt „Masse“, der ja eigentlich ruhen sollte, mit den Resten von Links + Rechts „verseucht“.  Das ist ein summiertes Monosignal !
Das kann man messen und hören, nämlich als Übersprechen !!
Es ist leicht vorstellbar, das hier die Schaltung selbst, das Kabel des Kopfhörers, das Schaltungslayout, das Verhältnis zwischen Masse- bzw. Rückleitungswiderstand und der Last-Widerstand (die Schwingspule) eine tragende Rollen spielen.

Ein symmetrischer Verstärker (oder Vollbrücken- oder Push-Pull- oder BTL-verstärker) besteht deshalb aus 2 normalen Verstärkern pro Kanal, von denen einer das Normale, der andere das um 180 Grad gedrehte (invertierte) Eingangssignal an die Schwingspulen des Kopfhörer liefert.
Da die Last (die Schwingspule) jetzt zwischen der modulierten positiven und negativen Betriebsspannung hin und her gezogen wird, ist die Masse vollkommen aus dem Spiel. Sie ist nicht mehr belastet und verringert damit auch nicht mehr das Übersprechen. Auch die Leitungen des Kopfhörers gehen nicht mehr - zum Teil gemeinsam, zum Teil getrennt - in die Wirk-Bilanz ein, sondern sind ganz klar zugeordnete ohmsche Lasten (nämlich je zwei Leitungen pro Schwingspule) mit sehr geringen komplexen Impedanzanteilen.
Bei diesem Verfahren ist denn auch der Begriff Push-Pull sehr bildhaft !!

Der besondere Vorteil eines symmetrischen (Kopfhörer-) Verstärkers ist also die hohe Kanaltrennung.
Ich möchte betonen, das Störungen in der Kanaltrennung auch bei „Standard“ Verstärkern meist so klein sind, das sich üblicherweise keiner beschwert.
Wer die Übersprechwerte von Schallplatten kennt, der weiss das hier eine
Kanaltrennung von 60 dB illusorisch ist, ein von 20 dB jedoch Stand der Technik!

Menschen, die Cross-Feed verwenden, ruinieren sich das Übersprechen wissentlich !

Das bessere Übersprechen – oder die reinere Kanaltrennung – sind aber der Grund  für das Aha-Erlebnis was viele beim symmetrischen Kopfhörer (-Verstärker) empfinden.
Das Aha Erlebnis kann aber auch daher kommen, das eine symmetrische Ausgangsamplitude bei gleichen Einstellungen doppelt so hoch ist wie eine unsymmetrische.
Üblicherweise wird das lautere Signal als das bessere empfunden, beim Vergleichshören sollten also Vorkehrungen getroffen werden, auf faire Verhältnisse zu achten.

Ein weiterer Vorteil des symmetrischen Ausgangs ist, das man jetzt endlich von dem
unseligen Klinkenstecker weg muss/kann.
Wobei die Verwendung von 2 Stück 3-pol XLR, die man oft sieht, ebenfalls Sinnhaftigkeit vermissen lässt !! Auch die Variante mit 2 Stereo-Klinkenstecker gibt es …

Wir bei Lake People / Violectric haben uns für einen 4-poligen (Neutrik) XLR als Ausgangsbuchse entschieden, mit einer Belegung, die seit den Tagen des AKG K1000 gebräuchlich ist. Und zwar abweichend von der Norm das Mädel am Gerät und ohne Latch (Verriegelung).


Unterschiedliche Varianten des symmetrischen Aufbaus:

Rein technisch betrachtet, kann ich an jeder beliebigen Stelle ein asymmetrisches oder symmetrisches Signal erzeugen. Es kommt auf den Einsatz-Zweck an !
Wenn es ist sinnvoll, eine NF-Leitung symmetrisch zu betreiben, werde ich den Ausgang des „sendenden“ Gerätes mit (hoffentlich) geeigneten technischen Mitteln symmetrieren.

Manchmal sieht oder hört man von komplett symmetrisch aufgebauten Geräten.
Das heisst, diese haben einen symmetrischen Eingang, eine komplett symmetrische Leitungsführung im Gerät mit den erforderlichen Zutaten wie 4-fach aufgebaute Filter oder 4-fache Lautstärkeregler.
Neben dem „kleinen“ Nachteil, das solche Geräte per Se nur mit symmetrischen Eingangssignalen zu betreiben sind,  ist es  m. E. ist nicht sinnvoll, den Inhalt eines kompletten Gerätes symmetrisch aufzubauen da hier der Zweck der Störsicherheit nicht wirklich realisiert werden kann. Für die Störsicherheit wäre eine Symmetrie von wenigstens 40 dB bei 15 kHz wünschenswert. Das entspricht einer Bauteile-Toleranz von 1 %. Die ist bei Widerständen noch gegeben, bei Kondensatoren wird es schon schwierig, bei Potis unmöglich !!
Hier erfolgt also von einigen Herstellern der Versuch, einen nicht zielführenden exorbitanten Bauteileaufwand eine in der Praxis nicht vorhandene Sinnhaftigkeit zu geben.
 

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Phono Vorverstärker

Warum ein Plattenspieler so gerne brummt

Die meisten Plattenspieler werden unsymmetrisch mit Cinch Kabeln angeschlossen.
Das ist Schade den technisch besser und (fast) brummfrei wäre der symmetrische Anschluss.
Ein üblicher Tonabnehmer ist von seiner Konstruktion her ein perfekter Dipol und es wäre ein Leichtes, hier die Vorteile der symmetrischen Leitungsführung anzuwenden.
Erschwerend kommt hinzu, das Schallplatten aus technischen Gründen während der Herstellung "verzerrt“ werden.
Tiefe Töne werden dabei gedämpft, hohe Töne verstärkt.
Der Entzerrer-Vorverstärker bewirkt während der Wiedergabe den gegenteiligen Prozess und muss dadurch die tiefen Töne – und damit auch das Leitungsbrummen – überproportional verstärken.

Wird ein Tonabnehmer hingegen symmetrisch angeschlossen so wird der bei unsymmetrischer Leitungsführung unvermeidliche Brummeintrag deutlich reduziert.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum ein Instrumentenverstärker - im V600 eingesetzt - Vorteile hat:

Die (symmetrischen) Eingangs-Signale gehen auf einen speziellen Instrumentenverstärker mit differenziellen Eingängen, der eigentlich für Mikrofone gedacht ist. Dieser ist speziell dafür ausgelegt, grosse Verstärkungen bei minimalem Rauschen zu realisieren - besser als das jeglicher Op-Amp könnte.
Nun ist der Unterschied zwischen einem dynamischen Mikrophon und einem Tonabnehmer nicht so gross wie man annehmen könnte. Beide produzieren dynamisch - durch Spulen und Magnetismus – geringe elektrische Spannungen bei ähnlichen Impedanzen. Deshalb halten wir diese Art von Instrumentenverstärken auch für die Verstärkung von Tonabnehmer für ideal.

Zuletzt aktualisiert am 2016-02-14 von Admin.

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Warum eine Verstärkungseinstellung auf der Front Vorteile hat

Der Instrumentenverstärker bietet als weiteren Vorteil, das auf einfachste Weise seine Verstärkung geändert werden kann. Anders als bei mit (mehrstufigen) Operationsverstärkern realisierten Schaltungen erfolgt dies praktisch ohne Reduzierung der Bandbreite, die deshalb auch bei bemerkenswerten 60 dB Verstärkung (Faktor 1000 !!) immer noch über 200 kHz beträgt. 

Durch die frontseitige Verstärkungseinstellung sind auch Tonabnehmer mit unüblichen Ausgangsspannungen wie "Moving Coil / High Output" - Typen schnell und ohne Mühe einstellbar.
Die Einstellung erfolgt für den linken und rechten Kanal zwar mit einem Schalter aber auf getrennten Wegen um die Übersprechdämpfung nicht zu beeinträchtigen.
Durch die Verwendung von Präzisionswiderständen ist die Kanalgleichheit auf 0,25 dB genau.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum eine frontseitige Balanceeinstellung Vorteile hat

Auch richtig gute Tonabnehmer haben einen eher negativ behafteten  Wert in Ihren technischen Daten definiert:
Die maximale Kanaldifferenz, die bis zu 3 dB betragen kann.
Dieser Wert gibt an, um wieviel dB der eine Kanal lauter ist als der andere.
Das Ergebnis äussert sich in einem "schiefen" Klangbild weil die Mitte des Klanggeschehens leicht nach Links oder Rechts rutscht.
Mittels des fein auflösenden Balancereglers vom PPA V600 lässt sich das Klanggeschehen wieder dahin rücken, wo es hingehört.
Natürlich rastet der Balanceregler in seiner Mittelstellung !
Dabei ist der Balanceregler eigentlich gar keiner. Um die Übersprechdämpfung nicht negativ zu beeinflussen wird nur der rechte Kanal um maximal +/- 2 dB verändert.

Um die Laufzeiten, Phasendifferenzen, Klirrverhalten, Frequenzgänge etc. nicht einseitig zu beeinflussen, befindet sich die gleiche Schaltung inaktiv auch im linken Kanal.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum veränderliche Eingangsimpedanzen Vorteile bieten

Der "Moving Coil" (MC) Tonabnehmer mit seinen extrem kleinen Spannungen reagiert empfindlich auf die Eingangsimpedanz des Verstärkers.
Zur Anpassung stehen deshalb 8 unterschiedliche Impedanzen zur Verfügung, die 9. Impedanz (47k) ist die Standardimpedanz für "Moving Magnet" (MM) Tonabnehmer.
Der am besten passende Wert kann oft aus den technischen Daten des MC-Systems entnommen werden.
Es können aber auch anderweitige Empfehlungen eingestellt werden - oder der "richtige" Wert wird durch Hören ermittelt.
Die Einstellung der Eingangsimpedanzen wird im Gerät vorgenommen.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum veränderliche Eingangskapazitäten Vorteile bieten

Der "Moving Magnet" (MM) Tonabnehmer mit seiner recht hohen Eigenimpedanz reagiert empfindlich auf Eingangskapazitäten des Verstärkers.
Zur Anpassung stehen deshalb 16 unterschiedliche Impedanzen zur Verfügung.
Der am besten passende Wert kann oft aus den technischen Daten des MM-Systems entnommen werden.
Es können aber auch anderweitige Empfehlungen eingestellt werden - oder der "richtige" Wert wird durch Hören ermittelt.
Die Enstellung der Eingangskapazitäten wird im Gerät vorgenommen.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum veränderliche Entzerrer-Kennlinien Vorteile bieten

Aus technischen Gründen wird eine Schallplatte mit einem "verzerrten" Frequenzgang produziert.
Die tiefen Frequenzen werden dabei reduziert, die hohen hingegen überbetont.
Während des Abspielens korrigiert der "Entzerrer-(Vor)-Verstärker" den Frequenzgang idealer weise so, das er wieder linearer wird.
Dazu muss die Filterkennlinie bekannt sein, die während der Produktion der Schallplatte verwendet wurde.
Es existieren jedoch Dutzende von Kennlinien.
Die bekannteste, am meisten verwendete und am weitesten verbreitete ist die RIAA Kennlinie, die einst von der "Recording Industry Association of America" erdacht wurde.
Nicht unwesentlich sind aber auch die Kennlinien nach "NAB" (National Association of  Broadcasters) und "BBC" (British Broadcasting Corporation), weshalb sie im PPA V600 aktiviert werden können.

Beide Kennlinien wirken sich auf die Hochtonwiedergabe aus, wie auch die "FLAT" Kennlinie, bei der keine Dämpfung der Höhen erfolgt.
Daneben kann auch ein 20 Hz Hochpass (Rumpelfilter) nach IEC (International Electrotechnical Commission) zugeschaltet werden.

Ein Grafik hierzu finden Sie auch auf Seite 17 in der Anleitung vom PPA V600 im Download-Bereich

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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Warum Schaltnetzteile ideal für Phono-Vorverstärker sind

Ein Entzerrer-Vorverstärker verstärkt die tiefen Frequenzen und damit auch ein eventuelles Brummen vom Netzteil überproportional. Oft kann man dann leider ein konventionelles Netzteil hören … 
Eine Lösung des Problems wäre, das Netzteil auszulagern. Das ist mit zusätzlichen Aufwand für Gehäuse und die Zuleitung vom externen Netzteil zum Vorverstärker verbunden.  Aufwand, den der Kunde zahlen muss !!
Ein Entzerrer-Vorverstärker braucht nur wenig Leistung und er hat keine impulsförmige Stromaufnahme.
Auch ist es sinnvoll, wegen der Entkopplung der Spannungen, die Stromerzeugung nicht allzu weit von Verbraucher unter zu bringen.
Eine intelligente Lösung ist das Schaltnetzteil !
Der PPA V600 hat derer 2, eines für die positiven Spannungen und eines für die negativen. Beide liefern 24 Volt, die über Linearregler auf kräftige +/- 18 Volt reduziert werden. Die Schaltnetzteile arbeiten mit Frequenzen deutlich über 100 kHz. Um jegliche Verunreinigungen durch Schaltfrequenzen auszuschliessen wird zwischen den Schaltnetzteilen und den Linearreglern aufwendig gefiltert.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-15 von Admin.

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